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Dvigrad

Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien ....eine verlassene Siedlung aus dem Mittelalter...



Überblick

Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Ruinen der Stadt Dvigrad



Dvigrad ist eine alte, verlassene Stadt in Istrien, deren Entstehungszeit auf das 9. Jahrhundert n. Chr. datiert wird. Die Ruinen dieser Stadt in Kroatien sind für viele Besucher von großem Interesse. Das Gebiet in dem Dvigrad liegt, war bereits in vorgeschichtlicher Zeit, in der Römerzeit und im Mittelalter besiedelt. Der Ortsname wurde erstmals im Jahr 1096 in einer Urkunde des Patriarchen von Aquileia erwähnt. Besonders bekannt ist natürlich bis heute das als Ruine erhaltene Dvigrad, welches im 17. Jahrhundert aufgrund der Pest aufgegeben wurde. Die Bevölkerung siedelte nach Kanfanar und in andere Dörfer um. Im Jahr 1714 verlegte auch das Kapitel der Kirche von Dvigrad seinen Sitz nach Kanfanar. [1]





Gliederung

Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Impressionen


Dvigrad (italienisch: Duecastelli) ist eine verlassene Ruinenstadt in der Gemeinde Kanfanar im kroatischen Teil der Halbinsel Istrien. Der mittelalterliche Ort Dvigrad liegt im Draga-Tal. Er steht auf den Resten einer prähistorischen Siedlung und ist seit 1631 verlassen. Dvigrad, auch Duecastelli genannt, war im Mittelalter aufgrund der strategisch günstigen Lage ein bedeutendes Handelszentrum in der Region. Die Fundstelle gilt als herausragendes Beispiel einer Symbiose von Sakral- und Profanbauten, Burg und frühurbaner Siedlung.

Seit dem frühen Mittelalter hat sich aus ursprünglich zwei Burgen (lat. Duo Castra = kroat. Dvigrad) eine festungsartige Siedlung mit etwa 1.000 Einwohnern entwickelt, die niemals zerstört, sondern erst Ende des 17. Jahrhunderts verlassen wurde. [1]


Geschichte

Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Teil der erhaltenen Burgmauern


Die Illyrer besiedelten in der Antike das Gebiet Dvigrads. Die Kroaten kamen im 7. Jahrhundert in dieses Gebiet. Im Jahr 879 wurde sie in einem Dokument erstmals urkundlich erwähnt. Später übten die Karolinger und Ottonen hier Herrschaftsrechte aus, aber auch in zunehmendem Maße die Grafen von Görz sowie seit dem Spätmittelalter die Seemacht Venedig. 1345 wurde das Dorf vom Genueser Admiral Paganin Doria während des Krieges zwischen Genua und Venedig geplündert. Die Venezianer plünderten ihrerseits den Ort im Jahr 1383. Erst im Jahr 1413 wurde ein Adeliger aus Koper von den Venezianern als Gouverneur eingesetzt. [1]


Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Blick auf die Burganlage


Im 16. Jahrhundert suchten Seuchen wie die Pest oder die Malaria den Ort Dvigrad heim. Im Jahr 1631 verließen beinahe alle Einwohner das Dorf oder starben. Nur drei Familien blieben um 1650 übrig, spätestens 1714 war der Ort verlassen. Die Gebäude verfielen daraufhin, Ruinen blieben übrig. Am besten ist die ehemalige Burg erhalten.

Gegenwärtig (Stand: 2017) ist das Ruinendorf ein Touristenziel. Schutzmaßnahmen und Restaurierungen sind anhängig. Das Areal hat erst in jüngerer Zeit das Interesse der Historiker und Archäologen auf sich gezogen. 1997 erklärten die kroatischen Behörden die Anlage in Dvigrad zum Kulturerbe und begannen langsam mit der Sanierung und Restaurierung. [1]


Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien ...alte Mauern der Siedlung....


In den Jahren 2001 bis 2005 fanden umfangreiche Ausgrabungen statt, die weitreichende Erkenntnisse über die Lebensformen der mittelalterlichen Menschen, das Alter und die Funktionsweisen der verbliebenen Gebäude und Befestigungsanlagen zutage gefördert haben. Das Gesamtareal erscheint in der übergeordneten Betrachtung eher untypisch für alte Burgen und gilt als einzigartiges Zeugnis einer mittelalterlichen Befestigungsanlage mit früher Siedlung.

Dvigrad wurde in die Projektliste zur Wiederherstellung des gemeinsamen kulturellen Erbes in Südosteuropa aufgenommen. Derzeit dauern Forschungsarbeiten und Erhaltungsmaßnahmen an den Ruinen an. [1]


Kirche der Heiligen Sophia

Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Ruinen der Kirche der Heiligen Sophia


Der zentrale Teil der Siedlung, der zugleich ihren höchsten Punkt bildet, wird von der Kirche der Heiligen Sophia dominiert. Untersuchungen haben mehrere Bauphasen der Kirche nachgewiesen. In der ältesten, frühchristlichen Phase (zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts) war die Kirche ein einschiffiger Bau mit einer halbkreisförmigen Apsis. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts wurde der Altarraum erweitert und erhielt drei halbkreisförmige Apsiden. Gleichzeitig wurde die Kirche mit Fresken ausgemalt; etwas später (9. und 10. Jahrhundert) kamen an der Südseite eine Kapelle (Baptisterium) und ein Glockenturm hinzu. Ihr heutiges Erscheinungsbild als dreischiffiger Bau mit drei halbkreisförmigen Apsiden erhielt die Kirche in der Romanik (13. Jahrhundert). [1]



Dvigrad-1

Dvigrad, verlassene mittelalterliche Burgruine in Istrien, Kroatien (bei Kanfanar) - eingebunden über Wikimedia Commons


Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Mauer des Befestigungssystems


Im 14. Jahrhundert wurde an der Nordseite eine Sakristei angebaut. Auch die sechseckige, mit Reliefs verzierte Kanzel stammt aus der gotischen Epoche. Sie ist heute in der Pfarrkirche St. Silvester in Kanfanar zu besichtigen. Vor der Kirche befand sich der Hauptplatz der Siedlung, umgeben von repräsentativen Gebäuden:

Zum einen dem Stadtpalast auf der Ostseite und zum anderen den Gebäuden des Kapitels auf der Westseite. Westlich der Basilika schließt sich eine Reihe von Räumen an, die zum Befestigungssystem gehörten und der Unterbringung der Militärgarnison dienten. [1]


Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien ...alter Friedhof mit Marienkirche Madonna am See in Dvigrad....


Der südwestliche Teil der Siedlung wurde von einem Handwerksviertel eingenommen, während der übrige Bereich größtenteils aus Wohngebieten bestand. Der zur Siedlung gehörende spätantike und frühmittelalterliche Friedhof befand sich bei der Kirche St. Peter am Standort Kacavanac, südlich von Dvigrad. Der neuere Friedhof, der noch heute genutzt wird, liegt am Fuß des Nordhangs von Dvigrad, neben der Kirche St. Maria von Lakuć. Bei dieser Kirche handelt es sich um einen romanischen Bau mit einer halbkreisförmigen, in den Baukörper einbezogenen Apsis und einem Dachreiter in Form eines Glockengiebels an der Fassade.

Der Innenraum sowie der gemauerte Baldachin über dem Eingang sind mit einem Freskenzyklus des sogenannten „Meisters der bunten Figuren“ aus dem späten 15. Jahrhundert geschmückt. [1]


Tipps:



Weitere touristische Informationen:

Tourismusverband Kanfanar

Touristische Gemeinschaft Kanfanar

Trg Marka Zelka 3,
52352 Kanfanar

Kroatien

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+385 (0)52 825 244

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Kanfanar

Kanfanar - Istrien
Kanfanar - Istrien Impressionen


Kanfanar (italienisch: Canfanaro) ist eine kleine Gemeinde in der Gespanschaft Istrien in Kroatien. Die Gemeinde Kanfanar liegt etwa 281 Meter über dem Meeresspiegel, ungefähr 20 Kilometer östlich von Rovinj bzw. 30 Kilometer nördlich von Pula, an der Autocesta 9 (Autobahn). Im Gemeindegebiet von Kanfanar sind zahlreiche Ferienunterkünfte vorhanden- von der Zimmervermietung bis zu Ferienhäusern (teilweise mit Swimmingpool) und Ferienwohnungen....

Weitere Informationen zum Ort Kanfanar in Istrien findenSie hier.... !


Fotos aus Dvigrad in Istrien



Quellenhinweis:

Dvigrad - Istrien
Dvigrad - Istrien Impressionen


1.: Die Informationen zur Geschichte von Dvigrad in Istrien basieren auf dem Artikel Dvigrad (Stand vom 27.09.2022) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.