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Pula - Österreichische Epoche

Pula - Istrien

...ehemaliges k.k. Gymnasium Pola während der österreichischen Epoche...heute Archäologisches Museum Istrien - Foto: Wikipedia - Autor: David Orlovic - Lizenz: s.u.




Überblick

Pula - Istrien

Wappen der k.u.k. Kriegsmarine 1915–1918 - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)



Die heutige Größe der Stadt und ihre Bedeutung hat Pula in der Hauptsache einer Entscheidung des Hauses Habsburg zu verdanken: nämlich den Kriegshafen von Venedig nach Triest und Pula zu verlagern. Später wurde Pula der Hauptkriegshafen der österreichischen Marine, die nicht nur den Hafen ausbauten, sondern auch 12 Festungen auf den Hügeln rund um die Stadt errichteten. Nach dem Ende der Republik Venedig im Jahr 1797 wurde Pula Teil des habsburgischen Herrschaftsbereichs, das seit dem Jahr 1804 Kaisertum Österreich genannt wurde. Nach der Revolution von 1848 war Venedig für die österreichische Marine nicht länger als Hauptkriegshafen tragbar; die Besatzungen der Schiffe im Arsenal hatten sich fast durchgehend dem gegen Österreich gerichteten Aufstand angeschlossen.





Geschichte

Pula - Istrien

Bildmitte: Geschützturm und Reste des ehem. venezianischen Kastells - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Zur Auswahl stand der Ausbau des Hafens von Triest, das bereits einen leistungsfähigen Handelshafen besaß, oder des kleinen Fischerstädtchens Pola, das damals nur ca. 900 Einwohner hatte, dafür aber einen fast perfekten Naturhafen. Marinekommandant Hans Birch Dahlerup favorisierte aufgrund der vorhandenen Infrastruktur vorerst Triest, ließ sich aber bald von den Vorteilen eines völligen Neuanfanges in Pola überzeugen, das auch wesentlich besser zu verteidigen war. Kaiser Franz Joseph I. kannte die Bucht Pola von einem Besuch im Jahr 1845 (noch als Erzherzog) und besuchte es erneut 1850; er dürfte persönlich eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zugunsten von Pola gespielt haben. 1851 trat der Gemeinderat von Pola vier große Grundstücke zur Errichtung eines neuen Seearsenals kostenfrei an das Militär ab.


Kaiser Franz Joseph I. (1830 - 1916)

Franz Joseph I., um 1851 nach einem Gemälde von Johann Ranzi - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


1852 lagen erstmals umfassende Pläne für den Ausbau zum österreichischen Hauptkriegshafen vor. Am 9. Dezember 1856 legte Kaiser Franz Joseph I. offiziell den Grundstein zum Bau des Seearsenals; er befand sich dabei in Begleitung seiner Gemahlin Elisabeth und seines Bruders, des Marinekommandanten Erzherzog Ferdinand Maximilian (der spätere Kaiser von Mexiko), der hier vom Kaiser zum Vizeadmiral befördert wurde. Der Bau des Seearsenals war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich fortgeschritten. Die heutige Uljanik-Werft in Pula beruft sich auf das offizielle Gründungsdatum vom 9. Dezember 1856. In den Folgejahren erlebte Pula einen ungeheuren Boom, der praktisch ausschließlich auf den Ausbau zum österreichischen Hauptkriegshafen zurückzuführen war.



Pula naval yard

Österreichisch-Ungarischer Marinehafen in Pula - eingebunden über Wikimedia Commons


Ausbau der Stadt und des Hafens

Pula - Istrien

Via del Arsenale in Pola - Rechts: Mauer zum Marinearsenal - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Bevölkerung der Stadt wuchs in dieser Zeit von 900 im Jahr 1848 auf 6551 im Jahr 1857, auf 25.179 im Jahr 1881 und schließlich 58.560 bei der letzten Volkszählung unter österreichischer Herrschaft im Jahr 1910. Sämtliche Großbauten (Werften, Marinekaserne, Maschinenschule, Marinespital, Marinegarnisonskirche, Marinekasino, Hydrographisches Amt mit Sternwarte, Infanteriekaserne, Bahnhof, sozialer Wohnbau, zivile Schulen, Hotels etc.) standen in direkter Verbindung mit dem Ausbau zum k.u.k. Hauptkriegshafen und prägen auch heute noch das gesamte Stadtbild. Pola wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Festung ersten Ranges bezeichnet; auf den Hügeln über der Stadt sollen sich 28 Forts befunden haben, teilweise sogar mit Panzertürmen. Zwischen der Inselgruppe Brioni und dem Festland befand sich der Außenhafen.


Pula - Istrien

Hotel Riviera in Pula - das vom Architekten J.L.Münz im Historismus enworfene Hotel Riviera wurde 1909 erbaut - Foto: Wikipedia - Autor: Orlovic - Lizenz: s.u.


Der eigentliche Hafen war 8,6 Quadratkilometer groß, teils Handels-, teils Kriegshafen. Die Marinesektion des k.u.k. Kriegsministeriums betrieb in Pola von Trocken- und Schwimmdocks über die Marineakademie, das Hydrographische Amt, ein Artillerielaboratorium und ein Pulvermagazin bis zum Arsenal (mit 2000 Arbeitern) sämtliche für den Seekrieg wichtigen Einrichtungen. Mit den U-Booten der Monarchie waren im Ersten Weltkrieg auch die U-Boote der U-Flottille Mittelmeer der deutschen Kaiserlichen Marine hier stationiert. Noch heute erinnern der „K.u.k. Marinefriedhof“ an der Ulica Stoja / Via Stoia und die Anlagen in der Bucht daneben an diese Zeit. In der Astronomie ist Pula durch Johann Palisa bekannt, der an der dortigen Marine-Sternwarte von 1874 bis 1880 die ersten 29 seiner 123 Asteroiden entdeckte.



Flag of Archduchy of Austria (1894 - 1918)

Flagge der österreichischen Marine 1786 bis 1869 und der k.u.k. Kriegsmarine 1869 bis 1918 - eingebunden über Wikimedia Commons


Pula - Istrien

SMS Tegetthoff - Schlachtschiff der Tegetthoff-Klasse der k.u.k. Kriegsmarine - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Um 1912 wurde im k.u.k. Kriegshafen Pula (Pola) eine erste große FunktelegrafenstationRadiopola – mit großer Reichweite bis zum Atlantik und zum Roten Meer errichtet. Als sich am Ende des Ersten Weltkrieges am 29. Oktober 1918 der neue südslawische Staat bildete und Österreich-Ungarn dadurch seinen Zugang zum Meer verlor, ordnete Kaiser Karl I. am 30. Oktober an, die k.u.k. Kriegsflotte den Südslawen zu übergeben. Am 31. Oktober 1918 nahm Konteradmiral Horthy in Pola befehlsgemäß die Übergabe vor: Die k.u.k. Kriegsflagge wurde ein letztes mal eingeholt, die südslawische Flagge aufgezogen und südslawische Marineoffiziere übernahmen danach das Kommando.


Pula - Istrien

Schlachtschiff Viribus Unitis - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Dennoch wurde das Schlachtschiff Viribus Unitis, das nun Jugoslavia hieß und nach wie vor der Stolz der Flotte war, am 1. November 1918 um 6 Uhr früh von zwei italienischen Kampfschwimmern versenkt, die mittels eines umgebauten Torpedos Sprengsätze am Rumpf verteilt und gezündet hatten. Über 400 Seeleute starben, darunter auch der letzte Kommandant des Schiffes, Janko Vukovic de Podkapelski; zu seinen und der anderen Gefallenen Ehre wurde in Pola eine Gedenktafel angebracht. Nach dem Waffenstillstand vom 3. November 1918 wurde Pola bis zum 9. November von italienischen Truppen besetzt, die auch die Flotte übernahmen. Durch den Vertrag von Saint-Germain und weitere Friedensverträge 1919 kam Pula, ebenso wie ganz Istrien, zu Italien. [1]



N.N.(1886) p107 Pola, Stadtplan

Plan der Stadt Pola aus dem Jahr 1886 und 1836 - eingebunden über Wikimedia Commons


Fort Bourguignon

Pula - Istrien

Fort Bourguignon - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Das Fort Bourguignon (Fort Monsival) ist eine von vielen Festungen in Pula, Kroatien, die im österreichischen Reich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Der Hauptgrund für den Bau der Festung war der Schutz des österreichischen Kriegshafens. Das Fort war eine der letzten Festungen, die hier in Pula gebaut wurden. Das Bauwerk wurde nach dem österreichischen Admiral Anton Bourguignon von Baumberg benannt. Dieser Bau entstand nach dem Vorbild einer ähnlichen Festung, die Erzherzog Maximilian von Österreich-Este (1782 - 1863) zum Schutz von Linz, Österreich, bauen ließ. Dieses Fort war schon wesentlich moderner ausgelegt als die Festung von Linz, da ältere Festungen, die zwischen 1851 - 1855 gebaut wurden, kleiner und weniger gut befestigt waren als z. B. das Fort Bourguignon in Pula. Ursprünglich wurde das Bauwerk Fort Monsival genannt. Es wurde von 1861 bis 1866 als zweistöckiges Festungsbauwerk mit einem kleinen kreisförmigen Innenhof im Zentrum errichtet.


Pula - Istrien

Zugangsbereich zum Fort Bourguignon in Pula - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Zuerst wurde das Fort während des dritten italienischen Unabhängigkeitskrieges im Jahre 1866 verwendet. Im Ersten Weltkrieg diente das Gebäude als Armeeschutz. Die Decke des Gebäudes wurde von massiven Eichenbalken gestützt, die einst die beiden Etagen in jeweils eine Kasematte teilten. Das Dach der Festung, das sich um 360 Grad drehen konnte, diente als bewegliche Plattform für die Artillerie. Das Eisendach wurde wahrscheinlich um das Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Der Eintritt in das Fort wurde durch die Zugbrücke über einen Wassergraben und zwei Caponiers geschützt. Eine Wand bot eine Galerie und Schießscharten für die Gewehre. Die Standardbewaffnung der Festungen in Pula und wahrscheinlich auch hier im Fort Bourguignon war eine 305 mm (12 in) Waffe, die berühmteste österreichische Kanone während des Ersten Weltkrieges.


Fort Verudela

Pula - Istrien

Fort Verudela - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Das Fort Verudela ist eine Küstenfestung auf der östlichen Halbinsel im Bereich der Stadt Pula. Das Fort wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Österreichern erbaut, um den Haupthafen seiner Marine zu schützen. Die Festung befand sich im VI. Sektor der Küstenregion Pula (Küstenabschnitt Pola) und war als Küstenfestung (Küstenfort) mit Panzer klassifiziert. Das Fort Verudela liegt auf 31 Meter über dem Meeresspiegel und wurde von 1881 bis 1886 zusammen mit der nahe gelegenen San Giovanni Batterie gebaut, mit der es eine einzigartige Verteidigungslinie bildet. Der Bauplan des Forts folgt einem ungefähr symmetrischen Grundriss. Das Baumaterial besteht aus fein behandelten Steinblöcken, aus Ziegelsteinen, Beton und nicht zuletzt aus Stahlbeton. Das Militär war im Erdgeschoss und im ersten Stock untergebracht, und neben der Unterkunft der Soldaten gab es eine Telefonzentrale, einen Kohlenlagerraum, einen Maschinenraum, Sanitäranlagen, ein Granatenlager, ein Flugzeug für die Lieferung von Munition usw.


Pula - Istrien

...ehem. Marinekirche Madonna del Mare für die Seeleute der Österreichisch-Ungarischen Marine - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Nach den Aufzeichnungen aus dem Jahr 1903 waren hier vier Offiziere und etwa 120 Soldaten vor Ort. Das Fort Verudela ist ein Beispiel für die Anpassung der gepanzerten Befestigungen gegenüber den älteren Befestigungen in der Zeit der modernen Bewaffnung, das mit einer Turbine mit je zwei 280 mm Rohren ausgestattet war und heute von historischem Wert ist. Die Zeit ist vergangen- heute ist das Fort Verudela ein Bestandteil im Aquarium von Pula, in dem u.a. das Sea Turtle Recovery Center - das erste seiner Art in Kroatien - betrieben wird. Hier im südwestlichen Bereich der Stadt Pula sind die meisten Hotels anzutreffen, auf der östlichen Seite beginnt die Marina Veruda und ganz im Norden der Halbinsel liegt der Adventure Park Pula. Interessant ist natürlich in diesem Zusammenhang auch ein Besuch im Aquarium Pula mit über 150 Fischarten, dass sich u.a. dem Schutz der Meeresschildkröten verschrieben hat.

Adresse:

Aquarium Pula d.o.o.

Verudela b.b.,
52105 Pula,
Hrvatska

Telefon: 00385/52/381 402
Fax: 00385/52/381 404

E-Mail: infos@aquarium.hr

Internet: www.aquarium.hr




K.u.k. Marinefriedhof Pula

Pula - Istrien

K.u.k. Marinefriedhof Pula - Foto: Wikipedia - Autor: David Orlovic - Lizenz: s.u.


Der K.u.k. Marinefriedhof Pola ist ein im Jahre 1862 von der Marinesektion des damaligen K.u.k. Reichskriegsministeriums errichteten Friedhof in Pula in der heutigen Republik Kroatien. Der Friedhof ist als Kulturgut auf der Liste der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten verzeichnet. Der Friedhof befindet sich im Stadtteil Stoja in unmittelbarer Nähe der Bucht Valkane. Er hatte eine ursprüngliche Ausdehnung von 4000 Quadratmeter. Auf dem heute etwa 22.000 Quadratmeter großen Gelände fanden im Laufe der Zeit circa 150.000 Kriegstote ihren letzten Ruheplatz. Im Jahre 1990 erfolgte eine umfassende Erneuerung des Friedhofes mit Hilfe des Friedhofbetreibers, dem Österreichischen Schwarzen Kreuz und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auf dem Friedhof befinden sich u.a. die sterblichen Überreste der Besatzung der Schlachtschiffe SMS Szent István und SMS Viribus Unitis. Auch die Gefallenen italienischen und deutschen Soldaten der Baron Gautsch (ehemaliges Passagierschiff der Reederei Österreichischer Lloyd) ruhen hier in kroatischer Erde. Weiterhin wurden ein türkischer Admiral und zwölf österreichisch-ungarische Admiräle hier beigesetzt.


Pula - Römische Epoche

Pula - Istrien

Römisches Amphitheater in Pula


Von den Römern im Jahr 177 v. Chr. erobert, wurde Pula schon während der Zeit der Römischen Republik der Titel Colonia Pietas Iulia Pola verliehen. Von der großen römischen Vergangenheit zeugen noch heute viele bauliche Hinterlassenschaften. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten und zugleich das Wahrzeichen der Stadt ist das Amphitheater, welches unter Kaiser Augustus erbaut und unter Kaiser Vespasian erweitert wurde. Es ist eines der größten von den Römern erbauten Amphitheater. Beeindruckend, wenn auch nicht so groß....

Weitere Informationen zur Römischen Epoche in Pula (Istrien) finden Sie hier....!


Tipps:

Wappen von Pula


Touristische Informationen:

Tourismusverband Pula

Forum 3
52100 Pula
Kroatien

Telefon: +385 52 219 197
Fax: +385 52 211 855


E-Mail: tz-pula@pu.t-com.hr

Internet: www.pulainfo.hr/de/


Quellenhinweis:

Pula - Istrien

Uljanik Werft


1.: Die Informationen zur Geschichte der Österreichischen Epoche von Pula basieren auf dem Artikel Pula (Stand vom 17.04.2017) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos "Ehemaliges k.k. Gymnasium Pola während der Österreichischen Epoche (1890); Hotel Riviera in Pula (1909); K.u.k. Marinefriedhof Pula; (4 Fotos) - Autor: David Orlovic" unterliegen dem Schutz der Creative Commons - Attribution 3.0 Unported, unter deren Bedingungen die Fotos hier veröffentlicht wurden.


Fotos aus Pula - Österreichische Epoche



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