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Dubrovnik

 

Kroatien - Hafenstadt Dubrovnik Impressionen

 






Übersicht

Dubrovnik 



Dubrovnik
wird zu Recht "Perle der Adria" genannt, gehörte es doch in seiner Blütezeit im Mittelalter zu den bedeutendsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Mittelmeerraumes. Heute präsentiert sich die autofreie Altstadt dem Besucher als einzigartiges Freilichtmuseum mit einer Fülle von Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. Die Stadt wurde 1979 mit ihrer begehbaren Stadtmauer und der prächtigen Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist eine große Freilichtbühne unterhalb des ihr oft zum Verhängnis gewordenen Berges Srd (Sergiusberg - etwa 412 m hoch).

 




Größere Kartenansicht



Baudenkmäler

Dubrovnik Hafenbastion


Die Museen, die zahlreichen Kirchen und die prächtigen Baudenkmäler aus verschiedenen Epochen kann man kaum an einem Tag erkunden, geschweige denn vielleicht noch einen Kaffee am Stradun oder Luza-Platz genießen. Zu Badeausflügen locken das Inselchen Lokrum oder der nahe Archipel der Elaphiten mit der Insel Lopud. Dubrovnik wurde im 7. Jahrhundert von den Einwohnern aus Cavtat auf einem Fels gegründet. Diplomatengeschick und der unbändige Wunsch nach einem eigenen Imperium ließen die Stadt über die Jahrhunderte immer einflussreicher werden. Noch unter der Herrschaft von Byzanz (12. Jahrhundert) verhandelte sie mit Europa und dem slawischen Hinterland.

Aufstieg der Stadt

Dubrovnik - Hafenbastion Fort Pile


1272 konnte sie mit dem Stadtstatut Münzen prägen, hatte Handelsfreiheit und war recht geschickt darin, ihr Monopol - die kilometerlangen Salzfelder bei Ston - bei Verhandlungen zum Teil auch erpresserisch einzusetzen. Dubrovnik wurde immer größer, hatte eigene Fürstentümer und war Venedig natürlich ein Dorn im Auge. Allerdings war die inzwischen befestigte Stadt auch eine Zeitlang ein guter Puffer gegen die erstarkte Türkenherrschaft.

 

Dubrovnik Klosterkirche der Franziskaner


Und Dubrovnik selbst scherte sich nicht viel darum, ob Ost oder West, es lebte gut und gern unter welcher fernen Herrschaft auch immer, es ließ Paläste bauen, verhandelte nach wie vor geschickt und der Handel florierte. Im 14. Jahrhundert entstand die Republik Ragusa, die später schon der französische Schriftsteller Jules Verne in einem seiner Romane erwähnte. Das Seegebiet südlich der Insel Mljet und des Archipels der Elaphiten wurde "Golf de Venise ou Mer Adriatique" genannt.

Republik Ragusa

Kroatien - Hafenstadt Dubrovnik 


Die Republik Ragusa oder Republik Dubrovnik war ein maritimer Stadtstaat, dessen Zentrum die Stadt Ragusa bzw. Dubrovnik bildete. Die Republik bestand vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808. Der lateinische Name Communitas Ragusina wurde im 14. Jahrhundert umgewandelt zu Respublica Ragusina. Nach 1472 lautete die offizielle Bezeichnung Repubblica di Ragusa, der Name Dubrovnik wurde parallel dazu bereits seit dem 15. Jahrhundert verwendet. In der Republik Ragusa bzw. Dubrovnik bildete sich ein frühes Zentrum der Entwicklung der südslawischen und insbesondere der kroatischen Kultur und Sprache.

Staatsgebiet

Kroatien - Dubrovnik Detail des Onofriobrunnen


Dies erstreckte sich auf die Gebiete der Literatur, Malerei, Mathematik und Physik sowie andere Disziplinen. Der Stadtstaat Ragusa erstreckte sich über ein kompaktes Gebiet zwischen Neum und der Halbinsel Prevlaka sowie der Halbinsel Pelješac, den Inseln Lastovo, Mljet und den kleinen Archipel der Elaphiten mit der Hauptinsel Šipan. Die Seerepublik erreichte im 15. und dem 16. Jahrhundert ihre größte Blütezeit und wurde im Jahr 1808 von den Truppen des französischen Kaisers Napoleon aufgelöst. Die Bevölkerung umfasste etwa 30.000 Menschen, von denen 5.000 innerhalb der Stadtmauern Dubrovniks lebten.



 

Kroatien - Dubrovnik Vorort von Dubrovnik


Die ursprüngliche Bevölkerung im Frühmittelalter waren Romanen. Deren dem Dalmatischen zuzurechnende Ragusäische Sprache, die nur spärlich überliefert ist, starb vermutlich zu Beginn der Neuzeit aus. Zu diesem Zeitpunkt war die Mehrheitsbevölkerung, die fortlaufend Zuzug aus dem Hinterland erhielt, bereits slawisch- bzw. kroatischsprachig. Die gesellschaftliche Elite der Republik bediente sich daneben des Italienischen bzw. Venezianischen. Ein Großteil der Bewohner war wegen der Ausrichtung der Republik auf den internationalen Handel offenbar bilingual.

 

Dubrovnik Pile Tor mit dem Schutzheiligen der Stadt - St. Blasius


1667 aber richtete ein Erdbeben gewaltigen Schaden an - und von da an ging es unaufhaltsam abwärts. Das neue Zeitalter mit modernen Schiffen und dem Überseegeschäft wurde ebenfalls verpasst. Erst der Tourismus brachte wieder Schwung in das verträumte Städtchen. Die UNESCO nahm Dubrovnik 1979 mit seiner historisch authentischen Altstadt in die Liste für kulturelles und natürliches Welterbe auf. Im letzten Krieg wurde die Stadt schwer zerstört und danach liebevoll wieder restauriert.

Onofriobrunnen

Dubrovnik - Brunnen Onofriobrunnen


Die Stadt Dubrovnik wirkt auf Besucher wie eine einzigartige Freilichtbühne. Die Museen, zahlreiche Kirchen und Baudenkmäler aus verschiedenen Epochen kann man kaum an einem Tag erkunden. Der aus Neapel (Italien) stammende Baumeister Onofrio della Cava baute dieses nebenstehende Brunnengebäude. Es wurde nach ihm benannt: Onofriobrunnen. Gebaut wurde der Brunnen von 1438 - 1444. Bei dem schweren Erdbeben von 1667 verlor der Brunnen seinen figuralen Schmuck. Die mit einer Kuppel bedeckte Brunnenanlage versorgte die Stadt in Zeiten der Belagerung durch 16 Speicher mit Wasser.



Kathedrale von Dubrovnik

Kroatien - Dubrovnik Kathedrale von Dubrovnik


Nach einer lokalen Legende wurde die erste Kirche, auf deren Fundamenten man die Kathedrale von Dubrovnik später errichtete, als Geschenk von Richard Löwenherz gebaut. Er nahm am dritten Kreuzzug (1189 - 1192) zur Befreiung Jerusalems von den Truppen des Sultans Saladins teil. Richard Löwenherz erlitt vor Dubrovnik bei seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land Schiffbruch und gelobte für den Fall, dass er mit dem Leben davonkommen sollte, Geld für den Kirchenbau zu spenden. Von diesem Gebäude ist allerdings wegen eines katastrophalen Erdbebens nur sehr wenig übrig geblieben.


Venezianische Malerschule

Dubrovnik Hauptportal der Kathedrale von Dubrovnik


Im 17. Jahrhundert begann man den Bau einer barocken Basilika mit einer Kuppel. Das Innere der Kirche ist mit Bildern italienischer Meister aus der Raffael-Schule verziert und über dem Hauptaltar befindet sich Tizians Himmelfahrt (Hauptmeister der venezianischen Malerschule). Die Schatzkammer der Kathedrale gehörte bis zu dem katastrophalen Erdbeben zu den reichsten in Europa. Bis heute werden hier Gemälde und Arbeiten von Dubrovniker Goldschmieden aus dem 11. und 12. Jahrhundert aufbewahrt. Außerdem werden im Dubrovniker Dom die Reliquien des hl. Blasius, des Schutzherrn Dubrovniks, aufbewahrt.

 

Dubrovnik Links: Heiliger Blasius Rechts: Apostel Paulus


Ein besonders festlicher Anlass für die Stadt ist das St.-Blasius-Fest (Stadtheiliger von Dubrovnik) am 11. Februar, das gleichzeitig auch das Stadtfest für Dubrovnik darstellt. Die Feier dauert den ganzen Tag und umfaßt kirchliche Zeremonien, einen Umzug durch die Straßen der Stadt, Konzerte sowie Sport-, Vergnügungs- und Karnevalsveranstaltungen. Überhaupt feiern die Bewohner von Dubrovnik gerne Karneval- und das schon seit dem Frühen Mittelalter. Wahrscheinlich haben die Venezianer dieses Fest hierher mitgebracht.

Barockkirche Sv. Vlaho (St. Blasius)

Dubrovnik - Placa Luza Barockkirche Sv. Vlaho (St. Blasius)


Auf der Südseite des Platzes Luza (Placa Luza) steht die mächtige und schöne, über eine breite Freitreppe erreichbare Barockkirche Sv. Vlaho (St. Blasius). Der Heilige Blasius ist der Schutzpatron von Dubrovnik und ihm zu Ehren feiert Dubrovnik das Patronatsfest der Kirche und der Stadt jedes Jahr am 11. Februar. Die schöne Barockfassade gibt dem Platz Luza etwas besonderes. Sehr schön auch am Abend, wenn das Licht durch die herrlichen Fenstermosaike leuchtet. Aus dem 15. Jahrhundert stammt das Gemälde des heiligen Blasius, das auf dem Hochaltar zu bewundern ist. Der Schutzpatron hält ein Modell Dubrovniks in den Händen (neben ihm der Apostel Paulus - Bild oben), das die Stadt vor dem schweren Erdbeben von 1667 zeigt. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert nach einem Brand auf den Resten einer früheren Kirche erbaut.


Sehenswürdigkeiten

Dubrovnik - Stradun Haupt- und Flanierstraße der Stadt


Für eine gründliche Besichtigung Dubrovniks, seiner Schätze und Denkmäler sind mehrere Tage notwendig. Doch bereits ein Spaziergang auf dem Stradun, durch die schmalen Gassen und Geschäfte, über die 1940 Meter langen und monumentalen Wehrmauern und Befestigungsanlagen vermitteln dem Gast einen Eindruck von der tausendjährigen Schönheit dieser Stadt, ihres muschelförmigen historischen Kerns, ihrer durch die Jahrhunderte verfeinerten Maurer-, Steinmetz- und Schnitzkünste, der Geschichte des Rektorenpalastes, der Schätze der Bibliothek, der ältesten Apotheke im Süden Europas u.a.. In Dubrovniks zahlreichen Museen und Galerien findet man kostbarstes kroatisches Kulturgut - Sie als Gast haben die Qual der Wahl.

Glockenturm Luza

Dubrovnik - Glockenturm Luza 


Auf dem Platz Luza (Placa Luza) in der Altstadt vom Dubrovnik in der Nähe des Sponza Palastes steht der alte Glockenturm Luza. Die Glocke im Turm ertönte nicht nur zur Anzeige der Uhrzeit sondern die Glocken schlugen auch Alarm bei Bränden und anderen Gefahren. Der Glockenturm Luza wurde 1463 erbaut und 1952 gründlich renoviert. Links neben dem etwa 31 Meter hohen Turm befindet sich das sogenannte Seetor im gotischen Stil, von dem aus man direkt zum alten Hafen gelangt. Der Glockenturm ist mit dem Turm Minceta und der Rolandssäule ein Wahrzeichen des freien Stadtstaates Dubrovnik.

Veranstaltungen

Dubrovnik - Hafen 


Die Tradition bewahrt Dubrovnik auch in anderer Hinsicht: Das bis in den Herbst hineireichende kulturelle Programm ist international und genügt höchsten künstlerischen Ansprüchen ebenso wie den vielfältigen Wünschen nach leichter Unterhaltung. 220 wolkenlose Tage im Jahresdurchschnitt laden zu langen Abenden in schönen Gartenlokalen und Restaurants ein. Eine besondere Atmosphäre entsteht während der Sommerfestspiele in Dubrovnik. Dann wird nämlich die ganze Stadt zur Bühne...! Einen kleinen Überblick zu den Sehenswürdigkeiten von Dubrovnik finden Sie in dem untenstehenden Video....!

 



Top in Dubrovnik:

Dubrovnik - Stadtansicht 


Der berühmte englische Schriftsteller George Bernard Shaw sagte einmal über Dubrovnik: "Diejenigen, die das Paradies auf Erden suchen, müssen in diese Stadt kommen". Wäre das nicht auch Grund genug für Sie, um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu überprüfen?

Tipp: Besuchen Sie eines der Cafés am Stradun oder Luza-Platz.

Sehenswert: Zudioska ulica- Jüdisches Ghetto. Es besteht seit 1324 und enthält die nach Prag älteste erhaltene Synagoge Europas;

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 - 13.00 Uhr außer am Samstag und Sonntag.

Weiterhin sehenswert die 1940 Meter langen und monumentalen Wehrmauern und Befestigungsanlagen der Stadt;

Mein Tipp: Nehmen Sie sich bitte viel Zeit für Dubrovnik - die Stadt allein lohnt die Zeit für einen ganzen Urlaub!

Tipps:

Dubrovnik Blick von der Stadtmauer in die Tiefe...


Eine komplette Stadtführung kann bei allen Agenturen gebucht werden.

Besuch der Stadtmauer: Sie ist von April bis Oktober täglich von 10.00 - 18.00 Uhr und von November bis März täglich von 9.00 - 14.00 Uhr geöffnet. Der Zugang ist von mehreren Stellen aus möglich. Für einen ersten Überblick bietet sich der fast 2 Kilometer lange Spaziergang fast rund um die ganze Altstadt an: Mächtige, 6 m dicke und bis zu 25 m hohe Mauern, Wehrgänge, Türme, Tore und Bastionen und ein herrlicher Blick auf das Dächergewirr dieser mittelalterlich anmutenden Stadt.

Die Touristeninformation finden Sie unter folgender Adresse:

Dubrovnik TIC,
Pile, Dr. Ante Starcevica 7,
Telefon: (020) 427-591,
Fax: (020) 426-253,

Im Internet: http://www.dubrovnik.hr/

Kirchen und Klöster

Dubrovnik Apotheke der Franziskaner in Dubrovnik


Franziskanerkloster mit Kirche
:

Placa (Eingang um die Ecke), Tägl. von 9.00 - 16.00 Uhr. Das Kloster wurde im Viereck mit Kreuzgang im 4. Jahrhundert erbaut und besitzt eine wertvolle Gemäldesammlung, eine umfangreiche Bibliothek sowie das Grab des Poeten Ivan Gundulic. In der Franziskanerapotheke , sie zählt zu den ältesten Europas, ist heute ein Museum untergebracht.

Kirche Sv. Spas:

Neben dem Hauptaufgang zur Stadtmauer. Nach dem Erdbeben 1520 als Votivkirche erbaut, blieb sie bis heute vollständig erhalten, ihr Inneres zieren prächtige Altarbilder.

Dominikanerkloster mit Museum:

Sv. Dominika ist geöffnet täglich von 9.00 - 18.00 Uhr. Im Anfang des 13. Jahrhundert erbaut mit Kreuzgang und einzigem erhaltenen romanischen Portal. Eine beachtenswerte Gemäldesammlung italienischer und kroatischer Meister aus dem 15./16. Jahrhundert und die Besichtigung einer wertvollen Bibliothek erwartet Sie.

Top:

Dubrovnik - Yachthafen 


Kroatische Kreuzfahrt
:

Segeltörns vor der Küste von Dalmatien sind beliebt bei deutschen Urlaubern. Taucher treffen im Adria - Wasser auf Korallen und Fische, vor Peljesac und Dubrovnik liegen auch Schiffswracks. Vor allem die Gewässer bei Orebic bieten Windsurfern viele Möglichkeiten. Auch Segler finden gute Bedingungen vor, zum Beispiel am Ostufer Korculas. Viele Touristen unternehmen aber auch Tagesausflüge nach Montenegro, Serbien oder Bosnien-Herzegowina. Das alles kann in Dubrovnik gebucht werden. Empfohlen werden vor allem Touren an die zerklüfteten Küsten Montenegros mit ihren vielen Sandstränden.

 

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

 



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